Schwimmverein freut sich über Mitgliederzuwachs / Sanierung steht bevor
Im vergangenen Jahr hat der Schwimmverein Gelnhausen (SVG) seinen 100. Geburtstag gefeiert. „Wir haben gezeigt, dass wir auch nach so langer Zeit ein junger, aktiver und lebendiger Verein sind“, zeigte sich der Ehrenvorsitzende Rolf Müller bei seiner Ansprache während der Jahreshauptversammlung des SVG zufrieden. Am Samstag wurden die Weichen für die kommenden Jahre gestellt. Der Vorstand um den Vorsitzenden David Behnsen wurde neu gewählt. Das Jubiläumsjahr ermöglicht es auch, durch zusätzliche Einnahmen die Sanierung der Toiletten im Vereinsheim am Freibad in den kommenden Monaten anzugehen.
Der Schwimmverein Gelnhausen steht im 101. Jahr seines Bestehens sehr gut da. Die Zahl der Mitglieder ist deutlich auf 781 gestiegen. Vor allem der Schwimmernachwuchs im Breitensport und die neue Triathlon-Jugend sorgen für diesen positiven Trend. Heike Heeger setzt den Neuaufbau des Bereiches Leistungssport konsequent um. Seit einigen Jahren entwickelt sich aber auch der Breitensport für Erwachsene prächtig. „Wir decken alle Facetten rund um das Thema Schwimmen ab“, freut sich der Vorsitzende David Behnsen. Für den Verein sei das sehr wichtig. Eine Sparte alleine könne den Verein nicht tragen. Doch gemeinsam mit der sehr aktiven Triathlon-Abteilung und den Wasserspringern um den Olympiateilnehmer Dieter Dörr bilden die Schwimmer eine starke Gemeinschaft. „Wir haben im vergangenen Jahr gesehen, dass wir fast wie eine große Familie sind“, so Behnsen zum erfolgreichen Jubiläumsjahr.
In jedem Monat gab es eine Veranstaltung. Höhepunkte waren die Kommersfeier im Kino Pali und der Main-Kinzig-Triathlon, der Rekordzahlen aufweisen konnte. Der Erfolg zeigte sich auch im Bericht von Thomas Groß, der ein deutliches Plus in der Kasse vermelden konnte. Das sorgte auch bei Vereinsheimwart Thomas Kaminski für strahlende Augen. „Wir haben das Dach in Ordnung gebracht und viele kleinere Maßnahmen umgesetzt. Jetzt ist wieder ein größeres Projekt dran.“ Aktuell rechnet der Verein mit knapp 35.000 Euro Kosten für die Erneuerung der Toiletten. Mit den Mitteln aus dem Vorjahr kann der Schwimmverein das ohne Probleme finanzieren.
Die turnusgemäßen Vorstandswahlen liefen absolut reibungslos. Es gab nur wenige Veränderungen. Geschäftsführer Dirk Janßen und sein Stellvertreter Thomas Groß tauschten die Positionen. Neue Pressewartin ist Andrea Hoch, die die Arbeit vor Kurzem gemeinsam mit Melanie Brilka schon kommissarisch übernommen hatte. Es gab keinerlei Probleme, den kompletten Vorstand mit mehr als 20 Posten zu besetzen.
Zu Beginn der Sitzung würdigte der Schwimmverein das Wirken von Astrid Koch. Sie hatte in den vergangenen sechs Jahren die Schwimmschule Barbarossa aufgebaut. Die Kurse sind stets ausgebucht, und es stehen gute Ausbilder zur Verfügung, die den Kindern das Schwimmen beibringen. „Wir sind sehr dankbar dafür, dass du die Geschicke so gut führst“, überreichte Behnsen ihr eine Ehrenmedaille. Stellvertretend für langjährige Mitglieder nannte der Vorsitzende Ute Le Divenah Gojce. Die Tochter des ehemaligen Vorsitzenden Friedhelm Rudolf ist seit 60 Jahren Mitglied. Der einst weithin bekannte Aktive Rainer Zweifel ist seit 70 Jahren im Verein. Zu den Geehrten vor Ort gehörten Herbert Lindowski (50 Jahre), Monika Brechtel, Amelia Groß und Jacqueline Franz (jeweils 25 Jahre). Der Verein dankte herzlich für die Treue.
Behnsen blickte optimistisch auf die kommenden Wochen und Monate mit Meisterschaften und Wettbewerben wie dem Spring-Cup, der im vergangenen Jahr ins Leben gerufen wurde, aber auch wichtigen Veranstaltungen wie das Nikolausschwimmen, bei dem Helen Knitsch im vergangenen Jahr mehr als 170 glückliche Kinder zählte. Der Schwimmverein geht auch sein 102. Jahr mit großem Engagement an. Dabei setzt der SVG auf eine gute Mischung aus Tradition und Moderne, um den Verein auch weiterhin erfolgreich führen zu können.
Der SVG hat einen neuen Vorstand gewählt und langjährige Mitglieder geehrt. Astrid Koch (vorne rechts), die vor sechs Jahren die Barbarossa-Schwimmschule aufgebaut hat, erhielt die Ehrenmedaille. Foto: Ludwig