Badewannenrennen des Schwimmvereins Gelnhausen ist eine grandiose Gaudi im Wasser

Das Barbarossabad Gelnhausen verwandelte sich zur Mittagszeit in eine farbenfrohe, kostümierte Landschaft. Piraten, Astronauten, Enten und viele weitere Paare hatten ein Ziel: Sieger des Badewannenrennens zu werden. Bereits zum dritten Mal organisierte der Schwimmverein Gelnhausen (SVG) dieses Event – und der Bekanntheitsgrad wurde immer größer.

Es war ein Wettkampf mit Spaß und Humor. Mit einem fantasievollen Namen und Kostümierung ging es in die Badewannen, die mit Kanalrohren so präpariert sind, dass die Wannen oberhalb des Wassers schwimmen. Anschließend mussten die Teams so schnell wie möglich paddeln. Nur die ersten beiden Teams schafften es eine Runde weiter. Sie mussten eine Bahn entlang paddeln, eine Badeinsel in Form einer großen Ente umrunden und wieder zurückpaddeln. Dabei kam es zu lustigen Zwischenfällen. Bei der Badeinsel trafen die Teams häufig aufeinander. Ein Team kenterte, das andere Team paddelte mit allerletzter Kraft bis zum Ziel durch.

Am äußeren Beckenrand standen ihre Fans, die sie anfeuerten und ihnen zujubelten. Sie hielten Schilder in die Höhe zum Mutmachen und Fahnen mit ihrem Logo. Das Brideguard-Team feierte mit diesem Wettkampf ihren Junggesellinnenabschied. Das Team „Apollo 13“ kam gerade von ihrem Urlaub aus Paris. Direkt vom Flughafen fuhren sie zum Rennstart. Am Ende gab es die Siegerehrung für die ersten drei Plätze der Kinder und für die Erwachsenen. Den Preis für das beste Kostüm erhielt „Splash Force One“ und für das älteste Team „Friendship“. „Ich bin mit meinen Kindern öfter im Schwimmbad“, erzählte das Teammitglied Yvonne Naegle. Sie hätte dann ihrer besten Freundin Kathrin Mikalauskas aus Lübeck Bescheid gegeben, und sie kam dann nach Gelnhausen. Früher hatte sie in Gelnhausen gelebt. Seit ihrer Grundschulzeit würden sie sich kennen. Als Team hatten sie es bis ins Halbfinale geschafft. Der Sport- und Wettkampfgeist wäre bei ihr vorhanden, erzählte Mikalauskas. Freundin Yvonne erzählte, wie sie die T-Shirts für den Wettbewerb vorbereitet hatte. Ihre Kinder hätten ihr geholfen, den Hut zu verzieren. Das Badewannenrennen hätte Spaß gemacht. „Beim nächsten Mal sind wir im Finale!“, sagten sie.

„Es gab auch Wiederholungstäter“, erzählte Meike Barchet mit einem Augenzwinkern. Barchet gehört mit zum Organisationsteam. Einige Kinder hätten mit einem Elternteil im vergangenen Jahr an dem Wettbewerb teilgenommen. Sie hätten sich nicht alleine getraut. In diesem Jahr behaupteten die Kinder, ihre Eltern könnten nicht so gut paddeln, und sie teilten sich die Wanne lieber mit einem anderen Kind, erzählte Barchet amüsiert.

Dass das Badewannenrennen Freundschaften fördert, konnte Barchet zustimmen. In diesem Jahr waren es 32 Teams, bestehend aus 24 Erwachsenen und acht Kindern. Barchet erzählte, dass das Orga-Team die Wannen für dieses Jahr wieder neu lackiert hatte. Welches Team welche Wanne bekam, wurde ausgelost. Andreas Kaminski und Thomas Groß hatten mit ihrer Moderation ordentlich für Stimmung gesorgt. Zum Orga-Team gehörte unter anderem auch Thomas Kaminski. Nach dem Rennen wurden die Wannen für die Zuschauer zum Ausprobieren bereitgestellt, was gerne genutzt wurde. Es war ein rundum gelungener Wettbewerb. Es wurde viel gejubelt und gelacht – inklusive Abkühlung an diesem heißen Tag.

Die Sieger im Kinder-Finale waren auf Platz 1 „Titanic 2“, auf Platz 2 „Apollo 13“ und auf Platz 3 „Team Bananenflanke“, die Sieger bei den Erwachsenen sind auf Platz 1 die „Turbo Tanten“, auf Platz2 die „Water Rockets“ und auf Platz 3 „RMS Wanne“.

 Bei der Wende an der großen Ente wird es für die Paddler eng.
 Die Siegerehrung der erfolgreichen Teams des Badewannenrennens. FOTO: ARDALAN

 Gelnhäuser Neue Zeitung