Wenn der Mann im roten Anzug baden geht

Mehr als 100 Kinder haben beim Weihnachtsschwimmen des Schwimmvereins ihren Spaß im Hallenbad

Strahlende Kinderaugen und lächelnde Gesichter, wohin man am Montagnachmittag im Gelnhäuser Hallenbad auch schaute. Der Schwimmverein Gelnhausen hatte die Vereinskinder zum jährlichen Weihnachtsschwimmen eingeladen. Die Organisatoren Gerhard Fischer und Andreas Khor hatten ein vorweihnachtliches Spaßprogramm für mehr als 100 Kinder gestaltet. Der Besuch des Weihnachtsmanns zum Schluss rundete eine gelungene Feier ab.
Bevor die Wasserratten endlich in die Becken konnten, versammelten sie sich zuerst um Fischer, der sie alle begrüßte und nach Alter in sechs Gruppen einteilte. An jeder Station warteten ein bis zwei Betreuer, die selbst Trainer im Verein sind und auf die Sicherheit der Teilnehmer achteten. Alle 15 Minuten wechselten wechselten die Stationen, die Gruppen blieben dabei zusammen.
Die erste Station war eine sportliche Tätigkeit an Land. Die Kinder durften mit Schwimmnudeln ihr Können im Hockey zeigen und so an Teamfähigkeit zulegen. Danach ging es zum Schwimmen auf Zeit. Nach wahlweise 25 oder 50 Meter stoppten die Betreuer die Uhr. Anschließend erhielt jeder eine Teilnehmerurkunde für seine Leistung.
Eine weitere Station war eine sehr beliebte: das Schlauchbootrennen. In dem orangefarbenen Piratenboot saßen zwei Teilnehmer. Mitstreiter brachten das Boot, so schnell es geht, sicher auf die andere Beckenseite. „Waren wir schneller als die andere Gruppe, haben wir gewonnen?“, fragten sich die Kinder.
Nebendran tauchten die Wasserratten wie die Weltmeister. Sie holten Ringe hoch oder ritten auf Schwimmnudeln. Beim Springerbecken hatten sie die Wahl zwischen einem Sprung mit oder ohne verbundene Augen. Während manche beim Einmeterbrett blieben, trauten sich andere auf das große Dreimeterbrett. Das Becher-Eimer-Spiel fand im Babybecken statt. Dort galt es den Eimer möglichst schnell mit Wasser zu füllen, ohne auf dem Weg etwas zu verschütten. Eine Wettkampfpause hatten sie im Nichtschwimmerbecken. Dort war einzig allein Spiel und Spaß angesagt. Große Wassertiere, aber auch Schwimmnudeln oder Bälle nutzten die Kinder, um sich auszutoben.
Zwei Stunden später stand der Höhepunkt des Nachmittags an.Die circa 100 Kinder setzten sich um das Schwimmerbecken. Das Personal schaltete die Lichter aus, bis nur noch die Beckenbeleuchtung das Bad erleuchtete. Während der Weihnachtsmann im Schlauchboot von seinen vier Rentieren über das Becken gezogen wurde, machten die Kinder den Kraulbeinschlag. Mit großen Augen bestaunten sie den Weihnachtsmann, der ihnen so nah war.
Plötzlich machte es ganz laut „Platsch!“ und es wurde still im Hallenbad, bevor alle anfingen zu lachen. Der Mann im Anzug fiel vom Boot ins Wasser. Pitschnass stieg er aus dem Becken und verteilte die kleinen Geschenke an die Teilnehmer. Je nach Altersklasse gab es neben einem Schokonikolaus zum Beispiel Bastel- oder Malmaterialien oder Seifenblasen. „Unsere Vereinskinder haben jedes Jahr viel Spaß bei unserem Weihnachtsschwimmen“, erzählte Fischer. Trotzdem waren es in den letzten Jähren teilweise mehr Kinder. Großen Dank richtete Fischer an Matthias Jackel, der den Einlass koordinierte. „Er ist ein wichtiger Mann, der viele Aufgaben im Verein übernimmt“, so Fischer. „Früher gab es das Nikolausschwimmen, aber wir haben es in Weihnachtsschwimmen umgetauft“. Voraussetzung für die Teilnahme am Fest ist, dass die Kinder schwimmen können. Bei den Leistungssportlern war der Weihnachtsmann auch schon da. Die Breitensportler trainieren montags zwischen 14 und 18 Uhr im Hallenbad und freuen sich über neue Wasserratten.

Lieblingsstation der Kinder. Das große Piratenboot samt Insassen zu befördern. FOTO SCHOLZ

 Gelnhäuser Neue Zeitung

2017-08-19T10:44:05+00:0021. Dezember 2016|Breitensport|