32 erste Plätze für den SV Gelnhausen

Internationale Hessische Masters-Meisterschaften, Bezirkskindervergleichskampf und Friedhelm-Rudolf-Gedächtnisschwimmen

Am vergangenen Wochenende verwandelte sich das Barbarossa-Freibad in Gelnhausen in ein wahres Schwimm-Mekka: Der Gastgeber und heimische Vorzeige-Schwimmverein SV Gelnhausen richtete gleich zwei attraktive Wettbewerbe aus. Am Samstag starteten 184 Teilnehmer bei der zwölften Auflage des Friedhelm-Rudolf-Gedächtnisschwimmens, und am gestrigen Sonntag war der SVG Ausrichter der Internationalen Hessischen Meisterschaften der Masters auf der 50-MeterBahn. Trotz des nicht optimalen Wetters fuhren die heimischen Athleten zahlreiche gute Ergebnisse ein. Bei den Masters landete der SVG 32-mal auf Rang eins.

Internationale Hessische Masters-Meisterschaften

Ausrichter SVG um Geschäftsführer Dirk Janssen hatte alle Hände voll zu tun, um die Mammutveranstaltung zu organisieren. Denn neben den Internationalen Hessischen Masters-Meisterschaften fand gestern im Barbarossabad parallel noch der Bezirkskindervergleichskampf statt.
Bei den Masters waren 273 Teilnehmer gemeldet, die insgesamt in allen Altersklassen und allen Disziplinen 729 Einzelstarts absolvierten. Dazu kamen 50 Starts mit der Staffel. Es gab zwei Wertungen: Einmal die offene Wertung für alle Teilnehmer (inklusive der Starter des thüringischen, bayerischen und sächsischen Schwimmverbands) und die Wertung, bei der die Hessen unter sich blieben und in den verschiedenen Altersklassen ihre Masterssieger kürten.
Besonders erfreut war Janssen über die Teilnahme von Siegfried Vogel. „Er ist über 80 Jahre alt, ehemaliges Mitglied des SV Gelnhausen und schwimmt mittlerweile für den SV Sachsen Werdau. Er ist aus alter Verbundenheit extra für diesen Wettbewerb angereist. So etwas macht einen natürlich stolz.“ Und unterstreicht, dass .die familiäre Atmosphäre rund um den SV Gelnhausen auch von ehemaligen SVG-Athleten noch geschätzt wird. Neben dem Sachsen Vogel waren auch noch zwei Teilnehmer aus Thüringen und ein Athlet aus Bayern, der für Poseidon Aschaffenburg ins Wasser ging, als „Gäste“ dabei. Ansonsten kamen in Gelnhausen zahlreiche hessische Traditionsvereine aus dem Bereich Schwimmen zusammen, um ihre Master der jeweiligen Altersklassen und Disziplinen zu küren.
Dabei hatten die Schwimmer Glück im Unglück, was das Wetter angeht. Zwar regnete es immer mal, allerdings gab es kaum zeitliche Verzögerungen. „Solange es nicht blitzt und donnert, kann man schwimmen“, betont Janssen. Die heftigeren Regenphasen fielen glücklicherweise in die Mittagspause.
Der SVG ließ sich vom ständigen Nieselregen allerdings nicht aufhalten – im Gegenteil: Mit 32 ersten, acht zweiten und acht dritten Plätzen waren die Gelnhäuser das klar beste Team vor der SG Hessen Nord und der SG Frankfurt. Besonders erfolgreich: Thomas Groß, der in seiner AK30 in gleich neun Disziplinen Hessischer Masters-Sieger wurde. Auch Dirk Janssen (Jahrgang 1977). der in der AK35 startete, war erfolgreich und erschwamm fünf erste Plätze. ln der „SVG-Goldstatistik“ folgen David Behnsen (AK25) mit drei ersten Plätzen, Bo Heeger (AK20) mit zwei ersten und einem zweiten Platz sowie Julian Olbricht, der in der AK20 dreimal ganz oben auf dem Treppchen stand. Weitere erfolgreiche SVGAthleten waren Grit Heeger (zwei erste Plätze in der AK30). Amelie Knitsch (zwei erste Plätze in der AK20), Stephan Hecker (AK40, zweimal Erster), Dr. Christoph Heeger (Platz zwei über 400 Meter Freistil in der AK35), Andreas Hinrich (AK35, einmal Zweiter, viermal Dritter), Felix Gundlach (AK25, einmal Erster, einmal Dritter), Florian Dinges (AK25, zweimal Dritter), Helen Knitsch (AK20, je einmal Erster, Zweiter und Dritter). Meike Barchet (AK35, Zweite über 200 Meter Lagen) und Jan Rink (AK30, Zweiter über 200 Meter Lagen). Darüber hinaus feierte der SVG noch fünf Staffel-Siege.
Auch am Sonntag bevölkerten im Übrigen zahlreiche Nachwuchsathleten das Gelnhäuser Freibad, als der Bezirkskindervergleichswettkampf als Teamwettbewerb ausgetragen wurde. Hier war Erik Diehl einziger heimischer Teilnehmer. Er startete für den SV Gelnhausen und hatte somit ein echtes Heimspiel.

Alexander Kunert geehrt

Neben den Wettkämpfen im Becken war sicherlich der Besuch von Alexander Kunert, Deutscher Meister über 200 Meter Schmetterling, der Höhepunkt des Sonntags. Kunert, der die Olympiateilnahme in Rio knapp verpasst hat, wurde von Werner Freitag, Präsident des HSV (Hessischer Schwimm-Verband), für seinen DM-Titel geehrt. Für Trainerin Heike Heeger gab es einen Blumenstrauß. „Dass Alex hier ist, unterstreicht seine Vereinstreue, freute sich Janssen über den Besuch des Wahl-Berliners. „Wir haben ihn in Berlin von Gelnhausen aus unterstützt, jetzt revanchiert er sich, indem er uns bei unserer Veranstaltung besucht. Das spricht für sich.“

12. Friedhelm-Rudolf-Gedächtnisschwimmen

Im Gegensatz zu den MastersMeisterschaften am Sonntag stand am Samstag vor allem die Jugend im Vordergrund. Traditionell gab es für die ersten drei platzierten Kinder und Jugendliche jeder Altersklasse und Disziplin neben einer Urkunde noch eine Medaille. Nur das Wetter hat auch schon am Samstag nicht so ganz mitgespielt. Aber das tat der Stimmung dieser traditionellen Veranstaltung keinen Abbruch. Zwölf Vereine beteiligten sich mit 84 Teilnehmern und 864 Starts an diesem Wettbewerb.
Die Gelnhäuser Nachwuchsschwimmer fühlten sich im heimischen Gewässer offensichtlich pudelwohl und schwammen zur Freude ihre Trainers Alexander Kremer viele persönliche Bestzeiten.
Als SVG-Leitwölfin sorgte die gegenwärtig erfolgreichste SVG-Schwimmerin Barbara Schaal in ihrer Vorbildfunktion für die richtige Atmosphäre. Vom Ältesten im Team, Yannik Pache (1998), bis zu den Küken Valentina Nix und Alba und Carl Monceyron (2008) präsentierten sich die Gelnhäuser Schwimmer als ein echtes Team, dessen gemeinsame Begeisterung ansteckend wirkte. Dem SVG muss es angesichts dieser Nachwuchsathleten um eine Zukunft nicht bange sein.
Es starteten für den SVG (Jahrgang, Starts/Siege): Lily Auerbach (2004, 1/1), Loris Betz (2000, 4/3). Lucio Betz (2002, 412), Jasmin Döme (200, 5) , Hannah Fiedler (2006, 6/1). Lucas Gebert (2005, 6). Lenja Heßberger (2005, 6), Christopher Kindler (2000, 5). Nils Kleinstück (2001,4/1), Alina Linke (2000, 4/1). Liv Kühnel (2005,5), Nikita Kreiter (2006,4), Pamela Kuhne (2001, 5), Timm Obert (2005, 5). Alec Mangin (2006, 4), Leia Marinovic (2006, 4), Alba Monceyron (2008, 5/4), Carl Monceyron (2008, 4), Franca Monceyron (2004, 5), Maya Monceron (2005, 5/1), Valentina Nix (2008, 3), Niels Obert (2002, 7/4), Timm Obert (2005, 5) Jana Pache (2002, 8/1), Yannik Pache (1998, 5/2), Franziska Perl (2006, 4/3), Niklas Poth (2002, 7/1), Yannick Poth (2004, 6/6), Niklas Staab (2006 , 4), Svenja Petermann (2000,7), Ben Sahler (2004, 6), Viola Sahler (2006, 6), Barbara Schaal (2001, 5/5), Ann-Kathrin Schmidt (2001, 7/1), Mira Schmidt (2005, 5). Jana Schomann (2004, 7/4), Christian Schröder (2004, 4/1), Lestari Chiara Slisch (2004, 6), Jonas Thalheimer (2000, 3/1), Mattis Thanscheidt (2006, 4/3), Jannik Wegmann (2002, 511), lna Weisbecker (2004, 5), Marcel Wiedersum (2005,6), Marco Wiedersum (2007, 4) und Donia Zrelli 5/1).

Das Barbarossabad verwandelte sich am vergangenen Wochenende in ein echtes Schwimm-Mekka. Der SV Gelnhausen richtete am Samstag und am Sonntag gleich zwei Großereignisse aus.

Alec Mangin vom SV Gelnhausen beim Start der 4×50-Meter-Staffel. FOTOS: KLÖCKNER

 Gelnhäuser Neue Zeitung

2018-02-28T12:29:40+00:0020. Juni 2016|Gedächtnisschwimmen|