Ein bisschen wie im Elsass

20 Jugendliche aus Nevers zu Gast beim Schwimmverein Gelnhausen

20 Jugendliche aus dem französischen Nevers waren für einige Tage in der Barbarossastadt. Bereits seit 45 Jahren besteht die Freundschaft zwischen dem Schwimmverein Gelnhausen und dem Club Nautique Nevers mit jährlichen Besuchen. Gestern empfing Stadtrat Karl Franz die Gäste aus Frankreich im Namen von Bürgermeister Stolz, des Magistrats und der Stad im Rathaus.
Franz hieß die Gäste herzlich willkommen. „Gelnhausen ist eine Stadt, in der Geschichte lebendig wird“; betonte er und stellte die Stadt anhand markanter Daten vor. Die Barbarossastadt sei sportlicher, kultureller und wirtschaftlicher Mittelpunkt des Kinzigtals. Franz wies auf die Sportförderung der Stadt hin. Der Schwimmverein sei einer der bedeutendsten Vereine in Gelnhausen. „Der Schwimmverein ist jung, dynamisch und zeichnet sich durch hervorragende sportliche Leistungen aus“ ,bescheinigte der Stadtrat. Beispielhaft nannte er Olympia-Teilnehmer und Weltrekordler Dieter Dörr. „Der Magistrat ist dankbar für die rege verbindung zwischen den beiden Vereinen“, hob er hervor. „Wir freuen uns besonders über die persönlichen Freundschaften, die aus dieser Partnerschaft entstanden sind.“ Der Schwimmverein habe zudem von Anfang an eine wichtige Rolle bei der Verschwisterung mit Clamecy gespielt.
„Es ist immer ein Vergnügen, nach Gelnhausen zu kommen“, sagte Christian Lavaut im Namen der französischen Delegation. Er sei seit 20 Jahren dabei und habe in dieser Zeit ein Stück Entwicklung der Stadt mitverfolgt. „Gelnhausen ist eine sehr schöne Stadt und erinnert mich ein wenig an das Elsass“, machte er deutlich. „Wir haben eine Bankenkrise und eine Wirtschafts- und Finanzkrise“, begann der Vorsitzende des Schwimmvereins Dr. Rolf Müller seine Ansprache. „Wir haben aber keine Krise in der Freundschaft zwischen den Vereinen.“ Vor 45 Jahren seien die Gelnhäuser Schwimmer Pioniere gewesen. Die langjährige Partnerschaft sei im Bereich des deutsch-französischen Jugendaustauschs rekordverdächtig. Er selbst sei schon beim ersten Besuch in Nevers dabei gewesen. Müller dankte allen Gasteltern für ihre Bereitschaft, in den Ferien zeitweise einen französischen jugendlichen zu „adoptieren“. Seine Ehefrau Marlies Mosiek-Müller übersetzte die Ansprachen. Im Anschluss stießen Gastgeber und Gäste gemeinsam mit Wein und Saft auf die Freundschaft an. Bereits am vergangenen Samstag kamen die Wassersportler aus Nevers in Gelnhausen an. Am Sonntag stand mit dem friedhelm-Rudolf-Gedächtnisschwimmen ein internationaler Wettkampf auf dem programm. Am Montag unternahmen Gäste und Gastgeber einen gemeinsamen Ausflug zum Talhof. Zudem besuchte die Gruppe die Spessart-Therme Bad Soden-Salmünster und den Barfußgang in Bad Orb. Dem Empfang der Stadt schloss sich eine Stadtführung in französischer Sprache an.

Die Austauschteilnehmer stellten sich auf dem obermarkt zum Gruppenfoto auf. Foto: Woelke

 Gelnhäuser Neue Zeitung

2017-08-23T16:21:55+00:0016. Juli 2009|Deutsch-französische Freundschaft|