Kunert holt Gold und Bronze

Schwimmfest in Edinburgh: SVG-Ass für Deutschland auf dem Siegertreppchen

Großer Erfolg für Alexander Kunert vom Schwimmverein Gelnhausen in Schottland: Bei dem auch als Britische Meisterschaften ausgeschriebenen „Edinburgh International Swim Meeting“ vertrat der Student aus dem Main-Kinzig-Kreis Deutschland in hervorragender Art und Weise. Der 22-Jährige holte gemeinsam mit drei deutschen Teamkameraden mit der 4×100-Meter-Freistil-Mixed-Staffel klar den Sieg. Über seine Paradestrecke, den 200 Metern Schmetterling, kam Kunert außerdem als Dritter im A-Finale ins Ziel.

Der Wettkampf in Schottland begann am vergangenen Donnerstag. Mit seiner Leistung über 100 Meter Freistil kurz vor dem Vorlauf über 200 Meter Schmetterling war Kunert nicht ganz zufrieden. „Das fühlte sich viel schneller an als gedacht“, meinte der junge Mann nach den beiden Vorläufen. In 51,63 Sekunden wurde Kunert 23., er war damit immerhin Schnellster von vier deutschen Teilnehmern. Im Vorlauf über 200 Meter Schmetterling wurde Kunert insgesamt Drittschnellster in 2:01,39 Minuten.

Am gleichen Abend im A-Finale legte der Student in 1:59,75 Minuten eine Schippe drauf und konnte den dritten Platz sichern, eine gute Leistung für den Wahlberliner. Es gewann der britische Weltmeister James Guy. Am zweiten Tag startete Kunert nur über die 50 Meter Schmetterling. In 25,14 Sekunden schaffte er eine gute Leistung und wurde im Vorlauf 15. Das reichte nicht für das A-Finale am Abend, B-Finals gab es auf den kürzesten Sprintstrecken bei diesen britischen Meisterschaften nicht. Es folgte am Samstag die schnellste Sprintstrecke, die 50 Meter Freistil. Dort brachte der heimische Athlet nicht passionierter Sprinter eine tolle Leistung ins Becken: In 23,62 Sekunden kam er nahe an seine persönliche Bestzeit und wurde sehr guter 14. in diesem Wettbewerb. Für das A-Finale reichte das zwar nicht, allerdings nominierte der DSV-Bundestrainer an diesem Abend Kunert für die Auswahl der 4 x 100-Meter-Freistiel-Mixed-Staffel als Startschwimmer, da er am Vortag der schnellste 100-Meter-Freistilschwimmer aller deutschen Teilnehmer war. Kunert nutzte seine Chance und kam auf eine hervorragende Zeit von 50,86 Sekunden und bereitete so den Weg für den klaren Sieg der deutschen Mixed-Staffel in 3:36,17 Minuten. Er schwamm zusammen mit dem Hamburger Ramon Klenz (Jahrgang 1998), der Essenerin Lisa Höping (98) und der Spandauerin Anna Dietterle (97).

Etwas Pech hatte der Gelnhäuser am gestrigen Abschlusstag. Kunert startete zunächst über 100 Meter Schmetterling, wo der amtierende Deutsche Vizemeister mit 54,55 Sekunden eine gute Zeit ins schottische Schwimmbecken brachte. Das reichte um 0,04 Sekunden nicht für das A-Finale. Im Vorlauf Platz neun bedeutete allerdings nur das B-Finale am Abend.

Kurz darauf startete Kunert übe die 200 Meter Freistil. Mit Platz 38 im Vorlauf war der 22-Jährige nicht zufrieden. „Nach 100 Metern war die Luft raus, ich wurde komplett fest“, sagte Kunert danach. Die Zeit der Erholung war zu kurz nach den 100 Metern Schmetterling. Die im Ziel gemessenen 1:54,55 Minuten waren nicht das, was sich der Topschwimmer nach starken Zwischenzeiten vorgestellt hatte. Das bedeutete für den letzten Finalabend, dass Alexander Kunert sich komplett auf das B-Finale über 100 Meter Schmetterling konzentrieren konnte. Dort wollte er noch einmal zeigen, dass er das Schmetterlingsschwimmen auch auf der kürzeren Distanz beherrscht.

Sein angekündigtes Ziel war eine Zeit unter 54,50 Sekunden. Kunert hielt, was er sich vornahm. Er wurde Vierter im B-Finale in 54,40 Sekunden und wurde damit insgesamt 12. in dieser Kategorie. Damit konnte Kunert für sich persönlich einen guten Abschluss der Wettkämpfe in Edinburgh verbuchen. Das Fazit der vier Tage in Schottland aus der Sicht des SVG-Schwimmers: Es gibt noch einiges zu tun für die erhoffte Qualifikation für die EM im August in Glasgow, die Kunert im April in Angriff nimmt. Vorher absolviert er ab Mitte März ein Trainingslager in Südafrika.

Starker Auftritt in Schottland: Alexander Kunert stellt einmal mehr seine Klasse unter Beweis. FOTO:RE

 Gelnhäuser Neue Zeitung

2018-03-05T11:43:16+00:005. März 2018|Alexander Kunert|
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